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Auf den Partner kommt es an! Ein Interview mit James Booth von PPRO

Veröffentlicht am 23 Apr 2024

Ein Interview mit James Booth von PPRO x Nexi
Autor

Jennie verantwortet das E-Commerce Partner Marketing in DACH und arbeitet eng mit dem Partner Management Team zusammen. Als selbsterernannter Payment-Nerd hat sie die gesamte Partnerlandschaft von Nexi im Blick und entwickelt gemeinsame Aktionen und Materialien rund um das Thema Payment von Nexi.

Die DACH-Region ist fragmentiert und wird oft als Sonderfall in der Payment-Branche betitelt. Wer hier verkaufen will, muss sich auskennen – oder die richtigen Partner an seiner Seite haben. Um noch mehr über die aktuellen Trends in dieser Region zu erfahren, hat Nexi bei der MPE Konferenz in Berlin mit James Booth gesprochen. Seit mehr als acht Jahren ist Booth bei PPRO und kümmert sich als VP of Account Management um alle in Europa ansässigen Kunden. Im Interview mit Nexi gibt er einen Einblick hinter die Kulissen der Payment-Branche.

 

PPRO:

Mit drei Standorten in der DACH-Region kennt sich PPRO mit den Trends, Herausforderungen und Vorlieben im deutschsprachigen Gebiet aus. Die Kunden von PPRO sind PSPs, Acquirer, Gateways und alle Fintechs, die nach einem Zugang zu lokalen Zahlungsmethoden suchen. PPRO hat eine vollständig integrierte interaktive Plattform entwickelt, die eine Vielzahl von nationalen und internationalen Zahlungssystemen unterstützt. So bietet das Unternehmen PSPs und Software-Plattformpartnern eine einzige, schnelle, benutzerfreundliche und anpassbare Schnittstelle zu den Zahlungsmethoden.

Deutschland, Österreich, Schweiz: Drei Länder, eine Region?

Europa ist bereits sehr fragmentiert, wenn es ums Payment geht. Es gibt viele lokale Zahlungsmethoden, die außerhalb ihres Landes nicht bekannt sind oder verwendet werden. Um aber in einem bestimmten Zielland erfolgreich zu verkaufen, sind sie im Checkout unentbehrlich. Obwohl Europa schon so vielfältig ist, blicken Experten immer wieder auf die DACH-Region – hier zeichnet sich ein noch fragmentierteres Bild. Zwar wird die DACH-Region gerne als ein Markt zusammengefasst, jedoch hat die Region drei große einzelne Märkte, die sich untereinander stark unterscheiden. Deutschland gilt schon lange als Bargeldland schlechthin. Es ist noch nicht lange her, dass hier die Entwicklung weg von Bar hin zu Kartenzahlung am POS shiftet. Im E-Commerce sind laut Booth Banküberweisungen, Giropay und Klarna dominierende Zahlungsarten. In Österreich hingegen ist die von den nationalen Banken entwickelte eps Überweisung ein viel verwendetes Bezahlverfahren. Die Schweiz sieht digitale Wallets wie Twint den Markt erobern. Auch PostFinance ist ein Begriff, den man kennen muss, wenn die Schweiz zum Zielmarkt gehört. Booth erklärt: “Weil die verschiedenen Märkte ihre eigenen Nuancen haben, ist es ziemlich kompliziert, eine ganzheitliche Lösung für das gesamte Gebiet zu finden.”

Welche Auswirkungen hat die Fragmentierung für Händler?

Sehr fragmentiert, viel Bewegung und ständige Veränderungen: Der DACH-Markt ist für Händler oft schwer zu navigieren. Neben der Aufteilung der einzelnen Länder kommt außerdem noch eine weitere Hürde hinzu und zwar die grenzüberschreitenden Transaktionen. Die Händler der DACH-Märkte verkaufen nämlich nicht nur innerhalb dieser Region, sondern auch in Nachbarländer. Deshalb benötigt ein deutscher Händler nicht nur DACH-spezifische Lösungen, sondern auch Optionen für andere europäische Länder, in welche es viele grenzüberschreitende Transaktionen gibt. Das ist hoch komplex, aber die Lösung ist das Gegenteil: Einfachheit.

Vereinfachung als Leitfaden

Händler haben jeden Tag mit vielen komplexen Themen zu tun. Da sollte der Checkout nicht noch mehr Arbeit bedeuten. Für Händler wie Kunden ist die Zahlung ein kompliziertes und emotionales Thema. Deswegen ist es von Vorteil, wenn es so einfach und verständlich wie möglich dargestellt und erklärt wird. Die Komplexität fängt schon bei den Namen der Zahlungsmethoden an, betont Booth. A2A, Open Banking und Banküberweisungen sind drei verschiedene Namen für im Wesentlichen die gleiche Zahlungsmethode. Händler sind verwirrt, weil sie sich in diesem Dschungel nicht zurechtfinden, und Käufer kommen dann durcheinander, weil der Online-Shop die verschiedenen Zahlungsarten nicht klar erklärt und differenziert. Deswegen ist die Vereinfachung dieses übermäßig komplizierten Themas die Lösung. Für Händler bedeutet das, das Payment einem Experten zu überlassen, der sich nicht nur mit Zahlungslösungen auskennt, sondern auch den Sachverhalt so darstellen kann, dass es die Käufer auch verstehen können.

Die Zukunft des Payments

“Die Zukunft ist rosig,” meint Booth. Partnerschaften sind in dieser Landschaft unabdingbar, denn ein Einzelner kann nicht in allen Bereichen des Online-Handels ein Profi sein. Für die DACH-Region im Speziellen steht viel Veränderung an: Banküberweisungen waren und sind in Deutschland und Österreich sehr beliebt. Aber der Bereich entwickelt sich weiter: Die Art und Weise, wie diese Methoden den Kunden angeboten werden, verbessert sich stetig. Die Stichwörter hier sind Remember-Me-Funktion und wiederkehrende Zahlungen. “Wir werden beobachten, wie sich diese Zahlungsmethode im Ökosystem noch weiter ausbreitet,” sagt Booth. Außerdem gewinnen BNPL-Optionen weiterhin an Popularität, was ebenfalls Auswirkungen haben wird.

“Es handelt sich um einen starken Markt und die Player darin passen sich sehr gut an den Wandel an,” schließt Booth seine Zukunftsprognosen ab.

Nexi x PPRO:  

“Die Partnerschaft mit Nexi hat viel betrieblichen Aufwand reduziert,” erklärt Booth. Wie mit allen geschäftlichen Beziehungen hat PPRO keinen direkten Kontakt mit den Händlern, sie sehen den Partner als Bindeglied. So ein Bindeglied ist auch Nexi. PPRO unterstützt Nexi dabei, auf dem neuesten Stand zu bleiben, die besten und beliebtesten Zahlungsmethoden anzubieten und die vorhandenen Lösungen zukunftssicher zu machen. Wie Booth es beschreibt, “wir kümmern uns um die Komplexität, sodass Nexi sich um die Händler kümmern kann.” 

Partnerschaften: Der Klebstoff der Payment-Branche

Auf die Frage, wie Nexi und PPRO von der Partnerschaft symbiotisch profitieren, macht Booth klar: “Das Schlüsselwort ist Partnerschaft. Diese tragen zur Weiterentwicklung der gesamten Branche bei. Deswegen konzentrieren wir uns auf Partnerschaften, und das bedeutet für uns, dass wir von unseren Kunden Feedback einholen: Welche Herausforderungen gibt es, was sind ihre Prioritäten, was sehen sie auf dem Markt und wie können wir die Probleme für sie lösen?” Er schließt das Gespräch mit den passenden Worten: “Der Kern unserer Partnerschaften besteht darin, dass wir einen Dialog führen und uns in die Organisationen unserer Kunden integrieren.”

 

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